
Hälsingland ist eine Landschaft aus Wäldern, Seen und Hügeln. Auf einigen der höchsten Berge stehen noch immer Türme, die ursprünglich für einen ganz anderen Zweck errichtet wurden als die heutigen Ausflugsziele. Sie dienten dazu, Waldbrände frühzeitig zu erkennen, bevor sie sich ausbreiten konnten.
Viele von ihnen dienen heute als Aussichtstürme. Einige wurden renoviert und sind zum Besteigen freigegeben. Andere sind verfallen, geschlossen oder nur noch in älteren Quellen erwähnt. Das ist ein wichtiger Unterschied. Ein Turm, der besteigbar aussieht, ist nicht automatisch sicher.
In Hälsingland gibt es Aufzeichnungen über etwa 16 oder mehr Feuer- und Wachtürme unterschiedlichen Status. Die genaue Anzahl hängt von der Zählweise ab. Einige Türme sind historische Feuertürme, andere spätere Beobachtungs- oder Wachtürme, die im allgemeinen Sprachgebrauch denselben Namen erhalten haben.
Hier finden Sie eine Übersicht über einige der interessantesten Orte, von leicht zugänglichen Ausflugszielen bis hin zu Türmen, bei denen die Routenwahl, der Zustand und lokale Informationen eine größere Rolle spielen.
Deshalb wurden Feuertürme gebaut
Die meisten Feuerwachtürme in diesem Teil Schwedens wurden in den 1930er und 1940er Jahren errichtet. Die Forstwirtschaft war ausgedehnt, und die Fähigkeit, Rauch schnell zu erkennen, war von entscheidender Bedeutung. Von einem hohen Turm aus konnte ein Feuerwächter große Gebiete überblicken und Alarm schlagen, bevor das Feuer außer Kontrolle geriet.
Während des Zweiten Weltkriegs dienten einige Türme auch als Luftbeobachtungsposten. Die erhöhte Lage bot eine gute Aussicht auf die Landschaft und machte die Türme für die Luftüberwachung nützlich.
Mit der Weiterentwicklung der Brandbekämpfung in den 1960er Jahren entfiel der Bedarf an vielen festen Feuerwachen. Die Türme wurden abgebaut, abgerissen oder dem Verfall preisgegeben. Einige konnten durch lokale Initiativen gerettet werden und dienen heute als Touristenattraktionen.
Es ist diese Geschichte, die einen Ausflug zu mehr als nur einem Spaziergang zu einer Aussicht macht. Es stellt sich auch die Frage: Wonach suchte man von hier aus, und wie sah die Arbeit aus, bevor die heutige Technologie Einzug hielt?
Stora Öråsen – ein renovierter Turm mit weitem Ausblick

Stora Öråsen in der Gemeinde Hudiksvall ist eines der am einfachsten zu erreichenden Ausflugsziele in diesem Reiseführer. Der rund 17 Meter hohe Feuerturm wurde 1939 erbaut und inzwischen renoviert. Von oben bietet sich bei klarem Wetter ein weiter Blick über die Waldlandschaft und weite Teile von Hälsingland.
Laut Beschreibungen des Gebiets kann man das Naturschutzgebiet über eine Forststraße erreichen. Von dort führt ein etwa ein Kilometer langer Wanderweg zum Gipfel. Die gesamte Rundwanderung ist also etwa zwei Kilometer lang, wodurch sich das Gebiet auch für einen kürzeren Familienausflug eignet.
Die Wanderung führt durch hochgelegene Fichtenwälder und über Sumpfgebiete. Bei Nässe sind wasserfeste Schuhe von Vorteil. Der Weg kann nach Regen oder Tauwetter schwer zu erkennen sein.
Der renovierte Turm kann bestiegen werden, doch die Höhe sollte man ernst nehmen. Die Treppe ist eng, und oben können Wind und Schwindel das Gleichgewicht beeinträchtigen. Halten Sie sich am Geländer fest und lassen Sie alle, die Höhenangst haben, unten bleiben.
Mehr über das Gebiet erfahren Sie bei Natur i Gävleborg. Aktuelle Informationen finden Sie auch beim Bezirksverwaltungsamt in Gävleborg .
Granås und Luråstornet – ältere Feuertürme mit 360-Grad-Aussicht
Der Luråstornet befindet sich in Granås oder Luråsen in der Gemeinde Hudiksvall, in der Gegend um Hassela. Der Standort wird üblicherweise für seine weite Aussicht hervorgehoben, und der Turm selbst wird als alter, gut erhaltener Feuerturm beschrieben.
Es gibt zwei gängige Wege hierher. Die längere Route führt über den Älvåsleden von Hassela Ski aus. Die kürzere Variante beginnt am nördlichen Ende des Älvsjön und verläuft über einen hügeligeren Pfad. Der Unterschied liegt in der praktischen Umsetzung: Die längere Route eignet sich für alle, die die Wanderung selbst in den Vordergrund stellen möchten, während die kürzere Route sinnvoller ist, wenn das Hauptziel der Turm und die Aussicht sind.
Unabhängig von der Route sollte man mit unebenem Gelände, feuchten Abschnitten und einigen Höhenmetern rechnen. Übermäßige Ausrüstung ist nicht nötig, aber festes Schuhwerk für nasse Wege und Kleidung, die schnellen Wetterwechseln standhält, sind unerlässlich. Die Aussicht oben ist zwar das Ziel, aber der Weg dorthin entscheidet oft darüber, wie schön die Tour letztendlich wird.
Weitere Informationen zur Region finden Sie unter Upplev Nordanstig . Bitte prüfen Sie vor Ihrer Abreise die Wegbeschreibung und den aktuellen Zustand. Forststraßen und -wege können sich ändern, und ältere Beschreibungen sind für die Navigation nicht immer ausreichend.
Belsåstornet – renovierter Luftüberwachungsturm südlich von Bollnäs
Der Belsåstornet liegt südlich von Bollnäs und ist ein ehemaliger, etwa 20 Meter hoher Flugüberwachungsturm, der heute als Ausflugsziel dient. Der Turm wurde renoviert und kann auf eigene Gefahr bestiegen werden. Oben befinden sich eine Hütte und eine Plattform mit Geländer, was den Ort im Vergleich zu anderen Türmen in der Landschaft ungewöhnlich macht.
Am Fuße des Berges befinden sich außerdem eine Rasthütte, ein Windschutz und ein Grillplatz. Dadurch eignet sich Belsåstornet besonders für einen Halbtagesausflug oder einen Familienausflug, bei dem die Pause selbst Teil des Erlebnisses ist und nicht nur die Aussicht vom Gipfel.
Die Tour beginnt in Belsbo, doch der letzte Kilometer ist zu Fuß zu bewältigen und endet mit einem steilen Anstieg. Auf der Karte erscheint die Strecke kurz, doch der letzte Abschnitt ist alles andere als einfach. Hier zeigt sich, dass auch kurze Turmbesteigungen guten Halt unter den Schuhen und ein ausreichend gemächliches Tempo bergauf erfordern.
Hårgaberget – Aussichtsturm mit Verbindung zum Hårgalåten

Der Hårgaberget liegt etwa 3,5 Kilometer nordnordöstlich von Kilafors in der Gemeinde Bollnäs. Der Berg ist rund 212 Meter hoch und ein bekanntes Ausflugsziel, das sowohl für seine Aussicht als auch für seine kulturhistorische Bedeutung bekannt ist.
Hier steht ein 1985 eingeweihter Aussichtsturm aus Holz. Er ist kein Originalturm aus den 1930er Jahren wie Stora Öråsen und Luråstornet. Der Turm wird dennoch manchmal zu den Feuertürmen Hälsinglands gezählt, da er dieselbe Funktion als Aussichtspunkt über die Waldlandschaft erfüllt.
Der Turm ist bis zur Dachspitze etwa 15 Meter hoch, die obere Plattform befindet sich etwa 12 Meter über dem Boden. Geländer und Treppen wurden in der Neuzeit erneuert, doch auch ein gut instand gehaltener Turm benötigt Pflege.
Der Ort ist auch mit der Legende von Hårgadansen und dem bekannten Hårgalåten verbunden. Dies verleiht dem Ausflug eine kulturelle Dimension, die Hårgaberget von vielen anderen Aussichtspunkten unterscheidet.
Mehr über den Berg und den Turm erfahren Sie bei Visit Hälsingland und Wikipedia , wo auch über die Geschichte und die Abmessungen des Turms berichtet wird.
Höleklack – steilerer Weg und Rasthütte nahe dem Gipfel
Der Höleklack liegt in Rengsjö in der Gemeinde Bollnäs und erreicht eine Höhe von 352 Metern über dem Meeresspiegel. Er ist der höchste Berg in der Region Rengsjö und auf seinem Gipfel befindet sich ein Turm, von dem aus man einen Panoramablick über die Landschaft in verschiedene Richtungen genießen kann.
Es gibt zwei gängige Aufstiegsrouten. Von Västra Höle führt die Straße Richtung Ijungensee, wo ein Schild nach Höleklack weist. Von dort folgt man einem markierten Pfad mit steilem Anstieg. Von Nordanhöle führt eine unebene Straße zu einem Pfad, der etwa einen Kilometer zum Gipfel hinaufführt.
Hier sind Wanderstöcke eine praktische Hilfe, besonders auf nassem oder losem Untergrund. Die Wanderstöcke von HikingStore bieten sowohl bergauf als auch bergab besseren Halt, ersetzen aber kein gutes Schuhwerk und ein gemächliches Tempo.
Eine kleine Rasthütte in Gipfelnähe erleichtert das Einplanen einer Pause. Bringen Sie ausreichend Wasser und Proviant mit. Die Steilheit des Aufstiegs macht sich oft erst beim Abstieg bemerkbar, wenn die Beine müde sind und die Konzentration nachlässt.
Aktuelle Informationen finden Sie bei der Gemeinde Bollnäs .
Tjuvberget – Naturschutzgebiet mit Blick auf Hertarna

Tjuvberget liegt etwa fünf Kilometer südlich von Bollnäs am Övra-Herten-See. Das Naturschutzgebiet erstreckt sich über 91 Hektar und zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit Klippen, Felsgebieten sowie alten Kiefern- und Fichtenwäldern aus.
Der Weg vom Parkplatz zum Gipfel ist relativ anspruchsvoll. Oben befindet sich ein Aussichtsturm, der oft zu den Feuertürmen der Gemeinde Bollnäs gezählt wird. Der Blick über die Hertarna-Seen und die umliegende Waldlandschaft ist der Hauptgrund für einen Besuch.
Tjuvberget ist auch ein Naturschutzgebiet. Daher gelten besondere Regeln. Es ist verboten, Bäume zu beschädigen, Pflanzen zu pflücken oder Feuer zu machen, außer in den dafür vorgesehenen Bereichen. Zu bestimmten Jahreszeiten kann es außerdem Einschränkungen hinsichtlich der besuchten Gebiete geben. Bitte folgen Sie der Beschilderung und bleiben Sie auf den Wegen.
Die Webseite des County Administrative Board über Tjuvberget enthält Koordinaten, Informationen zum Parken und die Bestimmungen des Reservats.
Björnbergturm – einer der höchsten erhaltenen Türme in Gävleborg
Der Björnbergstornet befindet sich in der Gemeinde Ljusdal und ist einer der historisch interessantesten Türme der Region. Die Angaben zur Höhe variieren etwas, üblicherweise wird sie jedoch mit 24–27 Metern angegeben. Damit zählt er zu den höchsten erhaltenen Feuertürmen in Gävleborg.
Der heutige Turm wurde 1932–1933 errichtet, nachdem ein Vorgängerbau aus dem Jahr 1893 in einem Sturm zerstört worden war. Diese Geschichte sagt viel über diese Bauwerke aus. Sie wurden zwar funktional errichtet, waren aber gleichzeitig in großer Höhe den Witterungseinflüssen, dem Wind und der Zeit ausgesetzt.
Für Besucher ist der Björnbergstornet sowohl als Aussichtspunkt als auch als Teil der Waldgeschichte interessant. Doch wie bei anderen, weniger bekannten Türmen gilt auch hier die Grundregel: Beurteilen Sie den Ort nicht allein nach älteren Beschreibungen. Informieren Sie sich vor Ihrer Reise über Erreichbarkeit, Straßenverhältnisse und -qualität.
Feuerwachturm Tjännåsen – vom Förster zur militärischen Silhouette
Der Feuerwachturm Tjännåsen liegt südwestlich von Hudiksvall. Er wurde 1940 von der schwedischen Forstbehörde erbaut und war ursprünglich ein acht Meter hoher Holzturm. Der heutige Turm hat einen anderen Charakter und wird eher als Flugabwehrbeobachtungsturm denn als klassischer offener Feuerwachturm bezeichnet.
Deshalb ist Tjännåsen ein gutes Beispiel dafür, dass der Begriff „Feuerwachturm“ in Hälsingland nicht immer denselben Gebäudetyp bezeichnet. Einige Türme stammen eindeutig aus den 1930er-Jahren und wurden für Waldbrände errichtet, andere haben sich im Laufe der Zeit verändert und dienen heute der Luftraumüberwachung oder der Verteidigung.
Für alle, die die Geschichte der Türme in der Landschaft verstehen möchten, ist Tjännåsen daher interessant, auch wenn das Erlebnis anders ist als bei den traditionelleren Aussichtstürmen. Es kommt nicht nur auf die Höhe an, sondern auch darauf, wozu der Turm ursprünglich gebaut wurde und wie er später genutzt wurde.
Häståsen – ein älterer Turm, bei dem der aktuelle Zustand wichtig ist
Häståsen liegt südwestlich von Ulvsta im Gebiet Ockelbot auf einer Höhe von etwa 290 Metern. Lokalen Beschreibungen zufolge handelt es sich um einen etwa 20 Meter hohen Wachturm mit Panoramablick in verschiedene Richtungen.
Hier ist besondere Vorsicht geboten. Die Informationen über den Turm sind veraltet, und es gibt nur wenige aktuelle touristische Informationen zu Zustand, Zugang und möglichen Sperrungen. Besteigen Sie ihn nicht, wenn die Konstruktion unsicher wirkt, Teile fehlen oder Schilder den Zugang verbieten.
Informationen zu Häståsen finden Sie unter anderem in der Ortsbeschreibung von Ulvsta . Bitte erkundigen Sie sich vor Ihrem Besuch beim örtlichen Grundstückseigentümer, Verein oder der Gemeinde.
Ausrüstung für eine sichere Begehung eines Feuerturms
Für die meisten Touren ist keine spezielle Ausrüstung erforderlich, aber man sollte sich vorher überlegen, was die einzelnen Ausrüstungsgegenstände tatsächlich leisten können.

- Schuhe: Wählen Sie Schuhe mit gutem Halt und Stabilität. Auf nassen Wegen sind wasserdichte Stiefel oft besser geeignet als leichte Freizeitschuhe.
- Kleidung: Eine Regenjacke und eine zusätzliche Kleidungsschicht wiegen wenig, machen aber einen großen Unterschied, wenn der Wind oben auffrischt. Weitere Outdoor-Ausrüstung finden Sie im Sortiment von HikingStore .
- Rucksack: Ein kleiner Tagesrucksack reicht für Wasser, Mittagessen, Wechselkleidung, Erste-Hilfe-Ausrüstung und ein Handy.
- Wanderstöcke: Praktisch auf steilen Wegen wie dem Höleklack und dem Tjuvberget.
- Navigation: Halten Sie eine Karte oder einen heruntergeladenen Kartendienst bereit. Der Akku Ihres Mobiltelefons kann sich entladen, insbesondere bei kaltem Wetter.
- Sicherheitshinweis: Hinterlassen Sie Informationen zu Ihrer Route und gehen Sie nicht davon aus, dass Ihr Mobiltelefon Empfang hat.
Ein Ausflug zu einem Feuerwachturm sollte unkompliziert, aber nicht leichtsinnig sein. Prüfen Sie den Wetterbericht, beachten Sie Straßensperren und kehren Sie um, wenn es die Bedingungen erfordern. Der beste Turmbesuch ist nicht der, bei dem Sie sich am meisten verausgaben, sondern der, bei dem die Ausrüstung funktioniert, Sie die Aussicht in Ruhe genießen können und sicher zurückkehren.
Planen Sie entsprechend dem Zustand des Turms – nicht entsprechend dem Symbol auf der Karte.
Historische Feuertürme sind wertvoll, weil sie die Geschichte einer früheren Art der Waldbrandbekämpfung und Katastrophenvorsorge erzählen. Sie sind zudem Bauwerke, die Jahr für Jahr Schnee, Wind, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.
Prüfen Sie daher immer Folgendes:
- wenn der Turm geöffnet ist,
- sofern Treppe und Geländer intakt sind,
- wenn der Pfad passierbar ist,
- ob für das Gebiet besondere Naturschutzbestimmungen gelten,
- wenn die Straße zum Parkplatz befahrbar ist.
Stora Öråsen, Luråstornet und Belsåstornet sind gute Beispiele für Türme, die Geschichte mit einem klar definierten Wandererlebnis verbinden. Hårgaberget zeigt, wie ein späterer Aussichtsturm in derselben Tradition weiterleben kann. Höleklack und Tjuvberget verbinden das Turmerlebnis mit anspruchsvolleren Wanderungen und Naturerlebnissen. Björnbergstornet und Tjännåsen erweitern das Bild durch eine stärkere Wald- und Wachgeschichte, während Häståsen uns daran erinnert, dass ältere Informationen keine Garantie für sicheren Zugang darstellen.
Gerade diese Vielfalt macht die Türme Hälsinglands so interessant. Wählen Sie Ihren Standort je nach Jahreszeit, Erfahrung der Gruppe und Wetterbedingungen. Dann wird der Feuerturm nicht nur zu einem lohnenden Ziel in luftiger Höhe, sondern zu einem sicheren Weg, der Geschichte und atemberaubende Ausblicke gleichermaßen bietet.
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