Sehenswürdigkeiten in Härjedalen – 7 Naturerlebnisse in einer Landschaft, von der Sie gar nicht wussten, dass Sie sie besuchen wollten

|26/08, 2026

Wanderer mit Rucksack auf einem Bergpfad in Härjedalen, im Hintergrund offene Berglandschaft

Härjedalen ist eine Landschaft, in der der Wald allmählich in die Berge übergeht. Hier findet man Nationalparks mit einer reichen Bärenpopulation, felsige Seenlandschaften, blumenreiche Hänge und Straßen, die weit über die Baumgrenze führen. Es ist auch eine Landschaft, in der man Entfernungen deutlich spürt. Eine kurze Strecke auf der Karte kann felsiges Gelände, Waten, Wind und wechselhaftes Wetter bedeuten.

Dies ist der siebzehnte Artikel der Reihe „Sehenswürdigkeiten in jeder Landschaft“ . Nach Dalarna führt die Reise weiter nach Norden nach Härjedalen – ein natürlicher nächster Schritt auf unserer Süd-Nord-Route.

Der höchste Punkt von Härjedalen ist der Helagsfjället mit rund 1797 Metern über dem Meeresspiegel . Einige Quellen geben 1796 Meter an, doch unabhängig von der genauen Messung ist der Helagsfjället der höchste Punkt der Provinz und ein deutlicher Bezugspunkt für die gesamte Bergwelt im Süden.

1. Bergstation Helags und das Helags-Massiv – auf dem Weg zum südlichsten Gletscher Schwedens

Helags ist das markanteste Bergerlebnis in Härjedalen. Das Helags-Massiv erhebt sich über die Heidelandschaft und trägt Schwedens südlichsten Gletscher . Am Fuße des Berges liegt die STF Helags Bergstation , die als Ausgangspunkt für Tagesausflüge und längere Wanderungen dient.

Die gängigste Route beginnt in Kläppen, etwas oberhalb von Ljungdalen. Von dort sind es etwa 12 Kilometer bis zur Bergstation – eine gut ausgebaute Straße auf einem markierten Sommerwanderweg. Für viele ist die Bergstation selbst das Ziel. Andere wiederum wandern weiter Richtung Helagstoppen, was mehr Höhenmeter, mehr Zeit und eine bessere Kondition erfordert.

Überlegen Sie sich gut, was die Tour tatsächlich beinhalten soll. Wollen Sie am selben Tag hin und zurück oder Ausrüstung für mehrere Tage mitnehmen? Für eine Tagestour benötigen Sie vor allem gutes Schuhwerk, Wind- und Regenschutz, Verpflegung, Wasser und Orientierungshilfen. Eine Übernachtung hingegen erfordert ein gut durchdachtes System mit Zelten, Schlafsäcken und Isomatten. Schauen Sie sich am besten gleich das Sortiment an Zelten , Schlafsäcken und Isomatten von HikingStore an.

Gewicht spielt beim Aufstieg eine Rolle. Eine zu dünne Isomatte kann jedoch zu kaltem Boden und schlechterer Erholung führen, insbesondere bei sinkenden Nachttemperaturen. Bitte lesen Sie unseren ausführlichen Artikel über Daunen in Schlafsäcken, bevor Sie Füllgewicht, Cuin-Wert und Temperaturangaben vergleichen.

Die Bergstation STF Helags in der Abenddämmerung im Helags-Massiv

2. Sonfjället-Nationalpark – die Heimat des Bären

Der Nationalpark Sonfjällets ist ein freistehendes, von Wald umgebenes Bergmassiv. Dadurch ist das Gebiet schon von Weitem gut erkennbar. Auf relativ kleinem Raum findet man hier Nadelwälder, Bergbirken, Moore, Geröllfelder und offene Heidelandschaften.

Der Nationalpark wurde 1909 gegründet und ist als Heimat von Bären bekannt. Das bedeutet nicht, dass Sie auf den Wanderwegen zwangsläufig einem Bären begegnen sollten. Wichtig ist, dass Sie sich bewusst sind, dass Sie sich in einem Gebiet bewegen, in dem Bären, Elche und Luchse vorkommen. Halten Sie Abstand zu den Tieren, lassen Sie niemals Essensreste zurück und informieren Sie sich vor Ihrer Wanderung über die aktuellen Informationen.

Nyvallen und der Haupteingang zum Sonfjället sind ein guter Ausgangspunkt. Der Nationalpark bietet mehrere markierte Sommerwanderwege, von kürzeren Touren bis hin zu Ganztagesausflügen in höhere Lagen des Gebirges. Das Gelände ist technisch nicht anspruchsvoll, doch Felsen und unebene Abschnitte erfordern festes Schuhwerk und einen guten Gleichgewichtssinn, was wichtiger ist als hohes Tempo.

Sonfjället erhebt sich über die Wälder im Sonfjället-Nationalpark.

3. Flatruet – Schwedens höchste öffentliche Straße

Flatruet ist das ideale Erlebnis für alle, die die Bergwelt erleben möchten, ohne vorher einen ganzen Tag wandern zu müssen. Die Flatruet-Straße führt über das Bergplateau und erreicht eine Höhe von etwa 975 Metern über dem Meeresspiegel.

Hier ist Vorsicht bei der Wortwahl geboten. Der Flatruetvägen wird zwar mitunter als Europas höchste Straße bezeichnet, doch man kann getrost davon ausgehen, dass es sich um Schwedens höchste öffentliche Straße handelt. Höher gelegene Privatstraßen und Baustellen mögen existieren, aber der Flatruetvägen ist die am häufigsten erwähnte staatliche Straße.

Auf dem Plateau genießt man weite Ausblicke, Wind und eine Landschaft, in der sich Wetterumschwünge lange vor dem Eintreffen abzeichnen. Das macht Flatruet zu einem guten Ort für kürzere Wanderungen und Aussichtspunkte, aber auch zu einer Umgebung, in der es schnell kalt werden kann. Bringen Sie daher unbedingt eine warme Windjacke mit, selbst wenn es im Tal warm ist.

Wer eine längere Tour abseits befestigter Straßen plant, muss Karten lesen und das Gelände kennen. Markierte Wege erleichtern die Navigation, ersetzen aber nicht das eigene Urteilsvermögen. Nebel kann das gesamte Erlebnis innerhalb kürzester Zeit verändern.

Wanderer in orangefarbenen Regenmänteln auf dem windausgesetzten Bergplateau Flatruet in Härjedalen

4. Hamrafjället im Tänndalen – Blomsterfjället

Tänndalen wird oft mit Skifahren in Verbindung gebracht, aber die Gegend ist auch außerhalb der Wintermonate sehr reizvoll. Das Naturschutzgebiet Hamrafjället ist unter dem Namen Blomsterfjället bekannt, da es hier über 400 Pflanzenarten gibt.

Die Erklärung liegt in der Lage und dem Gelände. Die Südhänge bieten die Voraussetzungen für eine außergewöhnlich artenreiche Berglandschaft, in der Pflanzen aus verschiedenen Landesteilen aufeinandertreffen. Hier findet man auf ein und derselben Wanderung Bergbirkenwälder, Weideflächen, offene Hänge und kahle Berggipfel.

Gehen Sie langsam und bleiben Sie auf dem Weg, wenn der Boden empfindlich ist. Wer langsam geht, entdeckt oft mehr: Bergpflanzen, Vögel und kleine Veränderungen im Felsgestein, die sonst hinter den Schritten verborgen bleiben. Die Informationen der Bezirksverwaltung über Hamrafjället sind ein guter Ausgangspunkt für Ihren Besuch.

Tänndalen eignet sich auch hervorragend als Ausgangspunkt für mehrtägige Touren im Funäsfjällen-Gebirge. So lassen sich leichtere Naturlehrpfade mit anspruchsvolleren Touren in den kahlen Berglandschaften kombinieren. Diese Kombination ist besonders für Gruppen mit unterschiedlichem Erfahrungsstand empfehlenswert.

5. Funäsdalen und Funäsdalsberget – Bergblick mit einfachem Zugang

Funäsdalen ist eines der am besten zugänglichen Berggebiete von Härjedalen. Es gibt Unterkünfte, Serviceeinrichtungen und viele Wanderwege, aber man muss nicht weit vom Dorf weg, um ein authentisches Bergerlebnis zu genießen.

Der Funäsdalsberget bietet einen herrlichen Blick auf das Tal und die umliegenden Berge. Das Gebiet eignet sich daher hervorragend für einen ersten Tag in den Bergen, einen Ausflug mit Kindern oder einen Tag, an dem das Wetter keine längere geplante Wanderung zulässt. In Funäsfjällen gibt es zudem ein großes, zusammenhängendes Wegenetz mit Touren für verschiedene Schwierigkeitsgrade.

Auf der offiziellen Website von Funäsfjällen finden Sie Informationen zu Wanderwegen, Öffnungszeiten, Wetter und aktuellem Zustand. Prüfen Sie vor Ihrer Wanderung unbedingt die Bedingungen. Ein Weg, der bei trockenem Wetter leicht zu begehen ist, kann nach Regen deutlich schwieriger werden.

Für Tagestouren reicht oft ein kleiner Rucksack, aber packen Sie mehrere Schichten ein: Funktionsunterwäsche, Verstärkung und Regenschutz. Ein zusätzliches trockenes Kleidungsstück wiegt weniger als die Energie, die Sie beim Wandern in feuchter Kleidung verlieren. Bei HikingStore finden Sie Rucksäcke , Bekleidung und weitere Ausrüstung für verschiedene Touren.

6. Naturschutzgebiet Rogen – Stein, Wasser und Wildnis

Rogen ist das Härjedalen für alle, die eine verwinkelte Landschaft bevorzugen. Hier erstreckt sich ein ausgedehntes Seensystem zwischen schroffen Moränenkämmen und niedrigen Bergen. Die Aussicht ist nicht immer weitläufig und offen. Stattdessen wandelt sich die Landschaft ständig, während der Weg zwischen Wasser, Felsen und Wald hindurchführt.

Das Gebiet ist unter anderem über Tännäs und Käringsjön erreichbar. Das Tännäs Fiskecentrum informiert über Rogen und die Angelmöglichkeiten in der Umgebung. Es gibt markierte Wanderwege, das Gelände kann jedoch anspruchsvoll sein. Felsige Passagen erfordern Zeit und Konzentration, insbesondere mit schwerem Gepäck.

Rogen ist für erfahrene Wanderer, die mehrtägige Touren und unwegsames Gelände schätzen. Hier sind robuste Schuhe, Stöcke und ein sicher sitzender Rucksack wertvoller als ein paar Gramm, die man durch die Wahl der leichtesten Lösung eingespart hat.

7. Ljungdalen – das Tor zur Bergwelt

Ljungdalen ist nicht nur ein Durchgangsort auf dem Weg nach Helags. Es ist ein praktischer Ausgangspunkt für verschiedene Touren im Ljungdalsfjällen-Gebirge, mit Wäldern, Gebirgsbächen, Wasserfällen und offenen Höhenzügen in der Nähe des Dorfes.

Die klassische Wanderung beginnt in Kläppen und führt weiter zur Bergstation Helags. Die Etappenbeschreibung des STF für Helags–Kläppen/Ljungdalen bietet aktuelle Informationen zum Weg. Für die Planung Ihres Startpunkts und Ihrer Route können Sie auch die lokalen Wanderinformationen von Ljungdalsfjällen nutzen.

Ljungdalen ist eine gute Wahl, wenn die Gruppe ihre Bergtour schrittweise planen möchte. Beginnen Sie mit einer kürzeren Tagestour. Versuchen Sie dann eine längere Route mit leichtem Gepäck. Nur so finden Sie heraus, ob eine mehrtägige Tour nach Helags das richtige Niveau für Sie ist.

Markierter Wanderweg oder Gelände ohne Weg?

Härjedalen bietet beides. Auf markierten Wegen folgt man Schildern, Wegmarkierungen und oft einem ausgetretenen Pfad. Es eignet sich für Anfänger, Familien und alle, die lieber die Natur erleben als sich orientieren möchten.

Abseits der markierten Wege steigen die Anforderungen. Man muss mit Karte und Kompass umgehen können, das Wetter einschätzen, einen sicheren Zeltplatz finden und seine Kräfte besser einteilen. Das Gelände kann steiniger sein, als es auf der Karte aussieht. Auch Wasser kann Umwege erzwingen.

Unabhängig von deinem Leistungsniveau gilt dasselbe Grundprinzip: Deine Ausrüstung muss bei wechselnden Wetterbedingungen funktionieren. Ein leichtes Zelt ist gut, wenn es auch im Wind standhält. Ein leichter Rucksack ist gut, wenn du Verstärkung, Verpflegung und Sicherheitsausrüstung mitnehmen kannst. Die beste Ausrüstung ist nicht die, die am beeindruckendsten aussieht. Es ist die, die wirklich funktioniert, wenn du müde und nass bist und noch viele Kilometer vor dir hast.